Ihr Browser versucht gerade eine Seite aus dem sogenannten Internet auszudrucken. Das Internet ist ein weltweites Netzwerk von Computern, das den Menschen ganz neue Möglichkeiten der Kommunikation bietet.
Da Politiker im Regelfall von neuen Dingen nichts verstehen, halten wir es für notwendig, sie davor zu schützen. Dies ist im beidseitigen Interesse, da unnötige Angstzustände bei Ihnen verhindert werden, ebenso wie es uns vor profilierungs- und machtsüchtigen Politikern schützt.
Sollten Sie der Meinung sein, dass Sie diese Internetseite dennoch sehen sollten, so können Sie jederzeit durch normalen Gebrauch eines Internetbrowsers darauf zugreifen. Dazu sind aber minimale Computerkenntnisse erforderlich. Sollten Sie diese nicht haben, vergessen Sie einfach dieses Internet und lassen uns in Ruhe.
Die Umgehung dieser Ausdrucksperre ist nach §95a UrhG verboten.
Das Wikipedia einigen Problemen gegenübersteht ist im großen und ganzen nichts neues. Aber der heutige Löschwahnanfall des Users “Weissbier” treibt es auf die Spitze.
Ich bin normalerweise geneigt eine sachliche Diskussion um die tatsächliche Relevanz von Themen in der Wikipedia jeder anderen Methode vorzuziehen, aber die jüngsten Ereignisse lassen mich mehr und mehr an die Notwendigkeit anderer Maßnahmen glauben.
Weissbier hat im Verlaufe des heutigen Tages verschiedene Löschanträge zu zentralen Chaos- und IT-Relevanten Themen gestellt. Darunter wie die Wau Holland Stiftung, das Chaos Communication Camp und der, meiner Ansicht nach sehr gute, Artikel über Tim Pritlove.
Zwar hat es eine Vandalismusmeldung gegen Weissbier gegeben, daraus resultierende Konsequenzen, wie die Rücknahme aller durch den Vandalismus ausgelösten Löschdiskussionen, sind nicht zu sehen.
Ich finde es mittlerweile hochnotpeinlich das die Wikimedia Deutschland sich noch nicht einmal dazu bequment die Exisitenz des Problems zuzugeben. Stattdessen wir maginalisiert und in einer geschlossenen Podiumsdiskussion versucht das Offensichtliche vor der Presse herrunterzuspielen.
Wenn die deutsche Wikipedia nicht dazu in der Lage ist sich in das Netz einpassen und es für irrelevant erklärt, halte ich es für angebracht, dass das Netz die deutsche Wikipedia als irrelevant ansieht und somit die Unterstützung des Projektes in jedweder Form bis auf weiteres Einstellt. Wissen ist, wie die Zeit um es zu Papier zu bringen, zu kostbar um es von kleinkarierten Vandalen sofort wieder löschen zu lassen.
Aus diesem Grund hoffe ich das die Wikimedia Deutschland schlau genug ist sich aus dem diesjährigen Chaos Communitcation Congress herraus zu halten. Immerhin haben sie uns für Irrelevant erklärt. Was wollen die also da? Spenden sammeln?
Weiterhin interessiert mich in wieweit die Spenden an Wikiepdia im letzten Monat eingebrochen sind.Gibt es dazu eine Statistik?
Ich persönlich werde ab jetzt alle Nachrichten über Wikiepdia zusätzlich in die Internetausdrucker Kategorie schieben.
Achja…Wer uns auf dem Congress den Sklap von Weissbier vorbeibringt bekommt von mir ne Mate.
Auch dieses Jahr war ich auf der großen Demo “Freiheit statt Angst” mit dabei. Ich war bereits am Freitag angereist um den anderen zu Helfen den Wagen vom CCC aufzubauen.
Im Klartext hieß das: Viel schwarze Farbe auf Plakaten verteilen, den Tisch zusammenbauen, Stoff zurecht machen und höllisch aufpassen das man sich nicht einsaut.
Plakate anmalen
Auf dem Weg zur Demo wurden wir kurz durch einen Beamten aufgehalten, der uns, nachdem wir unserer Wagennummer im Demonstrationszug gesagt hatten, den Weg freimachte. Am Potsdammer Platz angekommen bot sich ein erhebendes Bild. 25.000 Menschen waren gekommen um für mehr Freiheit zu demonstrieren.
Die Grünen, direkt vor uns, hatten einen Doppeldeckerbus gemietet und diesen reichlich dekoriert.
Die Piraten setzten noch einen drauf und kamen mit einem 15-Tonner an, den sie doppelstöckig ausgebaut hatten. Lichtanlage und Musik inklusive.
Der große 15 Tonner
Da ich für den CCC unterwegs war, habe ich auch entsprechend Flyer verteilt. Zusätzlich noch die großen Fahndungsplakate und meine eigenen Aufkleber. Jedem der keines von den dreien bekommen hat, aber gerne eines davon hätten: Die Flyer und Plakate gibt es beim Chaos Computerclub. Wie es da mit der Verteilung aussieht kann ich allerdings nicht sagen. Einfach mal vorbei gehen und Fragen.
Was die Grey-hats Aufkleber angeht, so bitte ich euch einfach einen Brief mit frankierten Rücksendeumschlag mit eurer Adresse an die Adresse im Imperessum zu schicken. Die Anzahl der gewünschten Aufkleber (1-5) wäre auch hilfreich (Default ist 1). Wenn ihr als Organisation, ERFA Kreis, Club oder sonstwas eine größere Menge haben wollt, bitte ich euch das per Email mit mir zu klären.
Leider ging nach der Demo auch einiges schief. In der Straße in der wir unseren Wagen abgestellt hatten um ihn abzubauen hatten Beamte der Bereitschaftspolizei dort Stellung bezogen.
Es handelte sich dabei um die Codes 2221 und 2212, welche später noch anrückten. Um das für den Leser einmal aufzuschlüsseln:
2 – Abteilung Bereitschaftspolizei
2 – Hundertschaft
2 – Zug
1 – Gruppe
Nun sind die Beamten der berliner Bereitschaftspolizeieinheitenberliner Einheiten 21-23. als nicht gerade friedfertig bekannt.
So dauerte es nicht lange bis sich erste Spannungen aufgebaut und entladen hatte. Begonnen hatte es damit das eine Beamte der Einheit 2221 mit Gewalt gegen eine Demonstration vorging die sich vor eine der Polizeikameras stellte und dann für kurze Zeit ihr Gesicht mit einem Barcode verhüllte. Die Beamte riss ihr den Barcode herrunter und schlug die Demonstrantin sofort ins Gesicht.
Später kam es dann zu einem massiven Zusammenstoß über den in den letzten Tagen massiv berrichtet wurde. Ich selber stand dabei nur wenige Meter vom geschehen entferhnt und habe auch selber gefilmt. Ein Fahrradfahrer will sich von einem Polizisten die Dienstnummer geben lassen. Daraufhin bekommt er einen Platzverweis. Im Video ist zu sehen wie er diesem nachkommt.
Dann eskaliert die Situation. Ein Beamter läuft ihm hinterher und zerrt ihn in einen Ring aus Beamten wo er mehrfach brutal geschlagen wird.
freiheit statt angst / freedom not fear – demo 12.09.2009 from Gerd Eist on Vimeo. Dieses Video lief bei diversen Sendern (Darunter RTL, Vox, Sat1 und im ZDF) und einzelne Ausschnitte waren in diversen Print- und Onlinemedien zu sehen. Die beiden Polizisten konnten glücklicherweise anhand des Videos identifiziert werden. Unter anderem geisterte aber auch dieses Bild durchs Netz.
Dieser Fall legt in meinen Augen die Grundlage zur Forderung der bundeseinheitlichen Kennzeichnung von Beamten auf Demonstrationen, wie sie in z.B. Amerika Standard ist und von vielen Bloggern bereits gefordert wurde. Bis heute hat die Polizeigewerkschaft das abgelehnt weil damit Racheakte möglich wären. Das könnte man mit einer Kennzeichnung nach dem Autokennzeichenprinzip lösen. Die Schlüsselnummern wären nur vom Gericht zuzuordnen.
Ich, als Augenzeuge des Vorfalls, finde es mehr als enttäuschend das bis jetzt nur ein Beamter in eine andere Einheit versetzt wurde. Er wurde von mehreren Leuten gefilmt und von mehreren Augenzeugen, auch mir, gesehen.
Und genau an dieser Stelle frage ich mich warum wir noch nicht verpflichtende psychologische Kontrollen für solche Beamte haben. Polizisten die in eine solche Situation geraten und geistig nicht fest genug im Sattel sitzen und überreagieren können unter Umständen eine massive Gewalteskalation hervorrufen die einfach unnötig ist. Um erhlich zu sein wäre es mir lieber gewesen auf eine Hundertschaft der Bereitschaftspolizei zu verzichten und stattdessen eine hundertschaft des Anti-Konfliktteams vor Ort zu haben. Die die Anwesend waren waren zwar etwas arbeitsmüde, erreichten aber im Fall der geschlagenen Demonstrantin eine deutliche Entspannung der Lage.
Die Demonstratin wurde später übrigends verhaftet und in die JVA gebracht. Und zwar wegen Landfriedensbruch, Vermummung und Zusammenrottung. Interessant finde ich daran zwei Sachen. Erstens ist das Einzige was ich bei dejure zum Thema “Zusammenrottung” finde ein Eintrag im EGBGB (Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuche) und zweitens ist eine Zusammenrottung auf einer Demo schwer zu vermeiden. Das ist Sinn und Zweck einer Demo.
Ich bin auf die weiteren Entwicklungen sehr gespannt.
[Update]
Es ging das Gerücht um das die Polizisten aus dem Video selbiges aus dem Netz klagen wollten. Der berliner Polizeipräsident hat diese Befürchtungen jetzt zerstreut. Im Zweifelsfall wäre das auch egal. Um Fefe an dieser Stelle zu zitieren:
Trying to remove information from the Internet is like fishing piss out of the swimming pool.
Weiterhin informiert die Taz dass der Fahrradfahrer die von ihm gemachten Notizen vermisst. Darin enthalten: Die Dienstnummer und Aussehen eines Beamten der seinen Freund mit rüder Gewalt bereits verhaftet hat. Aber das Beweismittel beiseite geschafft oder gefälscht werden ist ja nichts neues.
Und zwar am Freitag den 19.09.2009 um 19:00 zum Gänsemarkt in Hamburg. Ich würde ja vorschlagen dieses Bild für etwaige Proteste zu verwenden. Es stammt aus einem Album des Benutzers Rebell.
Der Artikel zur FSA09 kommt heute noch. Ich habe bloß gerade extrem viel um die Ohren.