Es ist schon erstaunlich welche massive Beratungsresistenz Menschen aufweisen können. Bestes Beispiel: Ursula von der Leyen.
Ich möchte die Absurdigkeit ihres neuen Vorhabens, das ebenso wie der “Kampf” gegen Kinderpornographie im Netz, auf Netzsperren abziehlt mal an einem Beispiel illustrieren.
Irgendein Bundestagsabgeordneter mit Fachkentnissen im Berreich der Biowissenschaften – also ein fachfremder Mensch -, kommt auf die Idee das es praktisch wäre wenn 2+2 auch fünf und nicht mehr nur vier wäre. Nachdem er es mit einem beliebigen tränenunterlaufenen Argument (Denken sie doch an die Schüler *schnüff*) in jedem (!) seiner öffentlichen Auftritte wieder und wieder erwähnt kommt die Partei darauf, dass das eventuell keine schlechte Idee ist.
Mathematikerverbände, Hochschulen und Wissenschaftler laufen Sturm und eröffnen eine Petition.
Der Bundestagsabgeordnete hat derweil mit allen großen Schulbuchverlagen Verträge unterzeichnet die die Verlage zwingen in ihre Bücher zu schreiben das 2+2=5 ist.
Die Petition erreicht mittlerweile 50.000 Unterschriften.
Einige besorgte Bürger machen Druck auf die Verlage aus den Verträgen wieder auszusteigen.
Der Bundestagsabgeordnete bereitet derweil ein Gesetz vor, um die Verträge unter dem Deckmantel der freiheitlich-demokratischen Grundordnung zu verstecken.
Die Petition hat 100.000 Unterschriften.
Der Bundestag beschließt das Gesetz und reicht es an den Bundesrat weiter. Auch dort passiert es ungehindert.
Experten laufen Sturm.
In den Medien wird gezeigt wie sehr sich die Menschen darüber freuen das 2+2 bald auch 5 ist.
Der Bundespräsident unterschreibt das Gesetz.
Die Petition hat 125.000 Unterzeichner.
In einer großen deutschen Boulevardzeitung steht: 2+2 endlich 5!
Es wird eine Klage beim Bundesverfassungsgericht eingereicht.
Zwei Jahre – Und 500 Millionen Euro an Steuergeldern – später wird das Gesetz für nicht-Verfassungsgerecht befunden und damit inaktiv. Der Abgeordnete sitzt mittlerweile in den Aufsichtsräten einiger Verlage und Druckereien. Die Aktien dieser hat er gekauft bevor die Verträge gemacht wurden und die Bücher neu gedruckt wurden.
So oder so ähnlich funktioniert Deutschland zur Zeit. Erst Kinderpornographie, jetzt Rechtsextremismus. Wenn die Anti-Internetministerin, die ihren Kompetenzberreich in diesem Fall deutlich überschreitet – Obwohl die das ohnehin tut sobald sie vom Internet spricht -, es diesmal wieder schaffen sollte auf Basis der geschaffenen Infrastrucktur Sperren zu erwirken, werde ich mich um einen V-Note in Canada bemühen. Dort kann man noch surfen wo man möchte… und nicht wo die Bundesregierung möchte.
Um auf das Thema Zensursula zurückzukommen möchte ich hier aus einem Artikel zitieren, der im Hamburger Abendblatt erschienen ist. Dort sagt Frau von der Leyen:
Doch wir werden weiter Diskussionen führen, wie wir Meinungsfreiheit, Demokratie und Menschenwürde im Internet im richtigen Maß erhalten.
1.) Sie überschreitet in großen Maße ihren Kompetenzberreich
2.) Sie hat weder die Qualifikation noch Fähigkeiten eine derartige Diskussion zu führen.
3.) Sie überschreitet ihren Kompetenzberreich
4.) Demokratie im Internet geht die deutsche Regierung – und im übrigen auch jede andere Regierung auf dieser Welt – nichts an. Das Internet ist mehr oder weniger selbstverwaltend oder wird von Leuten verwaltet die wissen was sie tun.
5.) Pardon? Meinungsfreiheit? Wer von uns beiden hat nochmal eine Zensurinfrastrucktur etabliert? Wenn man keine Ahnung hat…
6.) Im “richtigen Maß“. Was ist bitte das richtige Maß für eine Regierung die in den letzten 9 Jahren vom Bundesverfassungsgericht häufiger zurückgepfiffen wurde als zwischem dem 23. Mai 1949 und dem Jahr 2000?
7.) Erwähnte ich das sie ihren Kompetenzberreich überschreitet?
Aus dem gleichen Artikel:
Wenn ich die jungen Menschen aber frage, was sie vorschlagen, wenn die Server, die die Kinderpornografie verbreiten, unerreichbar für die Strafverfolgungsbehörden in fernen Ländern stehen, dann wissen sie auch keine Lösung
1.) *hüstel*
2.) Ferne Länder… Indien zum Beispiel?
Oh.. und der noch:
Aber ich habe erlebt, wie Jörg Tauss als Abgeordneter die SPD am Anfang die Debatte über den Umgang mit der Kinderpornografie dominiert hat. Er wollte jegliche Form von Regulierung im Internet verhindern. Dann wurde das Strafverfahren gegen ihn eröffnet. Inzwischen sind viele in der SPD nachdenklich geworden.
Nachdenklich weil die vorhanden Verfolungsmethoden offenbar ausreichend sind? Ich würde ja nochmal auf den Pinguin verlinken aber ich habe mir vorgenommen den maximal einmal pro Post zu verwenden.
Diese Frau wird uns direkt in die freiheitlich-demokratische Apocalype führen.
Happy thinking
Rem0te