Wie man eine schmutzige Bombe baut
Russland war ja schon immer dafür bekannt mit nuklearen Brennstoffen (auch abgebrannten) nicht ganz sorgsam umgeht.
Eine Webseite die ich gefunden habe zeigt so ein Problem auf.
Ein großer Teil Russlands Küste liegt hinter dem Polarkreis, was bedeutet das es dort mal gerne 100 Tage lang konstant dunkel ist. Da es früher kein GPS oder ähnliches gab, wurden Leuchttürme errichtet. Ein Großteil davon steht auf der Halbinsel Taimyr, 153 weitere an den Küsten der Barent- und Weißensee. Mindestens vierzig weitere sind auf der Insel Sakhalin in Russlands Osten errichtet worden.
Das Problem: Niemand konnte für Monate hunderte Kilometer von der nächsten Ansiedelung entfehrnt ausharren. Aus diesem Grund entwickelten die Ingeneure damals kleine nukleare Batterien mit Strontium-90. Diese nannte man RTG (Radioisotope Thermoelectric Generator) oder zu deutsch Radionuklidbatterie. Diese Batterien erzeugen aus der Wärme die durch den Zerfall des Isotops entsteht Elektrizität. Diese Batterien sollten für Jahre funktionieren und die Wartung der Türme vereinfachen.
Heute sind davon nur noch Bruchstücke übrig und die Türme gerieten nach dem Zusammenbruch der Sovjetunion in Vergessenheit. Einem Sicherheitsbericht zufolge sind heute nach wie vor mindestens 750 dieser Türme aktiv. Heute sind sie nach wie vor von jeder Zivilisation abgeschnitten und immer noch voller radioaktiver Materialien. Metalldiebe haben inzwischen in einigen Türmen die Verschalungen oder anderes Material entwendet, sodass die Strahlenquellen frei liegen oder erheblich mehr Radioaktivität austrat als geplant. Die russische Regierung hat allerdings einige davon bereits mit Solarzellen ausgerüstet um die Batterien ausbauen zu können. Inwiefern das allerdings funktionell ist ist fraglich.
Die für diesen Blog relevante Frage: Alle haben Angst vor Anschlägen mit radioaktiven Materialien und schränken unsere Freiheit weiter ein. Und dort liegt das Zeug offenbar für jeden zugänglich herrum. Vielleicht sollte man zur Abwechselung das Problem bekämpfen und nicht nur die Auswirkungen. Nur so als Idee…
[UPDATE]
Wem die Mühe nach Russland zu fahren zu groß ist kann für 20 Millionen Dollar bei Lehman Brothers 230 Tonnen Yellowcake kaufen.
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Das Ding auf dem Foto steht übrigends bei 46° 1 13.23 N 143°24 51.71 E (Gerade durch Zufall per GoogleEarth entdeckt). Die nächste Siedlung ist zu Lande und zu Wasser mehr als 100 Kilometer entferhnt.
Happy radiation
Rem0te
http://handlingsplan.nrpa.no/ Seite 22





